Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Markus Kellner, Geschäftsführer des beauftragten Generalunternehmers Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG und Heiko Pfänder, Leiter der Berufsfeuerwehr Hildesheim© Stadt HildesheimDer Gebäudekomplex GAZ, welcher eine Feuer- und Rettungswache, eine Integrierte Regionalleitstelle, ein Feuerwehrhaus für die Ortsfeuerwehr Stadtmitte, ein Feuerwehrausbildungszentrum und ein von der EVI Energieversorgung Hildesheim betriebenes Rechenzentrum beinhaltet, soll bis Sommer 2028 nordöstlich des Berliner Kreises erstellt werden.
„Mit dem Gefahrenabwehrzentrum entsteht ein moderner, zukunftsfähiger Standort, der den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen im Brandschutz, Gefahrenabwehr und Rettungsdienst gerecht wird und damit für viele Jahrzehnte für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt von großer Bedeutung ist. Mit einem Investitionsvolumen von rund 87 Mio. Euro ist dies das größte Investitionsvorhaben in der jüngeren Geschichte der Stadt Hildesheim“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Die Investition ist unbeschadet der weiterhin angespannten Haushaltslage zwingend notwendig, denn wie wir alle wissen, entspricht die Feuerwache am Kennedydamm bereits seit vielen Jahren nicht mehr den Anforderungen und ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Wie wichtig aber eine gut funktionierende Gefahrenabwehr ist, können wir nicht nur bei Bränden, sondern wiederholt zum Beispiel auch bei Hochwasserlagen oder Bombenräumungen sehen. Ich freue mich daher sehr, dass mit der Fa. Depenbrock ein überaus zuverlässiger Partner zum Zuge kommt, mit dem wir bereits bei der Errichtung des Bildungscampus sehr gute Erfahrungen gemacht haben.“ Das Unternehmen Depenbrock und ihr Partner, das Architekturbüro agn, verfügen über große Erfahrung im Bau von Feuerwehrgebäuden und vergleichbaren Projekten dieser Größe mit solch komplexen technischen Anforderungen.
„Als inhabergeführtes Familienunternehmen freut sich Depenbrock, dass wir uns in dem europaweiten Ausschreibungsverfahren erfolgreich durchsetzen konnten“, so Markus Kellner. „Die Bieter- und Werkstattgespräche sowie die Zusammenarbeit im Rahmen unseres ersten Projekts, dem Bildungscampus für die Stadt Hildesheim, haben wir als konstruktives und lösungsorientiertes Miteinander erlebt. Nun freuen wir uns darauf, diesen aus unserer Sicht äußerst gelungenen Entwurf unseres Architekturpartners agn in die Realität umzusetzen.“
© © agn Niederberghaus & Partner GmbH
Die Stadt Hildesheim hatte den Neubau in einem EU-weitem Vergabeverfahren ausgeschrieben. Begleitet wurde das Vergabeverfahren von der „VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH“ aus Berlin, welche die Stadt Hildesheim auch während der anstehenden Bauphase (Vertragscontrolling) unterstützen wird.
Das Unternehmen Depenbrock mit Stammsitz in Stemwede hat sich zusammen mit dem Architekturbüro agn aus Halle an der Saale im mehrstufigen Vergabeverfahren durchsetzen können. Dabei wurden alle Entwürfe von der VBD, einer Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung sowie einem Gremium, dem die Verwaltungsspitze und Ausschussmitglieder des Rates angehörten, geprüft und bewertet. Berücksichtigt wurden neben den Baupreisen auch die qualitativen Kriterien „Städtebau und Architektur“, „Organisation und Funktionalität“ sowie „bauliche Qualität und Nachhaltigkeit“.
Der Schwerpunkt bei der Ausschreibung wurde auf die Funktionalität des Gebäudes gelegt, der aktuelle Stand der Technik und die Vorgaben aus dem Unfall- und Arbeitsschutz wurden ebenso berücksichtigt. Auch städtebauliche und gestalterische Aspekte kommen zum Tragen: Dem repräsentativen Charakter und einem langfristig hochwertigen Erscheinungsbild des Gebäudes als Tor zur Stadt wurden in den Entscheidungen über die Fassadengestaltung Rechnung getragen. Die Dachflächen des Gebäudekomplexes sind vollständig begrünt und mit Photovoltaik-Hochleistungsmodulen belegt.
Gesamtinvestitionskosten:
- Gefahrenabwehrzentrum (Stadt HI)
ca. 87 Mio € - Rechenzentrum (EVI Energieversorgung Hildesheim)
ca. 6 Mio € - Bauvolumen:
- Grundstücksgröße
ca. 24.500 m² - Befestigte Flächen
ca.12.600 m² - Bebaute Grundfläche
ca. 9.350 m² - Brutto-Geschossfläche
ca. 20.250 m² - Gesamtleistung der PV-Anlage
ca. 664 kWp - jährliche CO2-Einsparung durch die PV-Anlage:
185 t
Bauablauf:
Zunächst werden durch Fa. Depenbrock die Bauantragsunterlagen erarbeitet und die Bauanträge eingereicht. Im Sommer 2025 soll bereits mit Erdarbeiten begonnen werden. Nach Erteilung der Baugenehmigungen soll im November 2025 mit den Rohbauarbeiten am Standort Berliner Straße begonnen werden.
Zum 31. März 2028 soll der Gebäudekomplex fertiggestellt werden und ein 3-monatiger Probebetrieb starten. Die Übergabe des Gebäudes an die Stadt Hildesheim soll anschließend am 1. Juli 2028 erfolgen.
